Wir freuen uns, dass Sie sich für die Philippusgemeinde München (Chiemgaustr. 7, 81549 München) interessieren. Als Gemeinde am Stadtrand von München sind wir "Tor gen Süden". Sind Sie auf dem Weg in die Berge Richtung Salzburg, kommen Sie doch vorbei. Unsere Kirche ist meistens offen.

Ihr Pfarrer Klaus Pfaller

Baum zu Trinitatis
Bildrechte: Klaus Pfaller
Trinitatis heißt der kommende Sonntag. "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!" Dieser Gruß steht meist am Anfang des Gottesdienstes. Und damit ist auch das Thema von Trinitatis benannt: Es geht um die Dreieinigkeit Gottes. Sie lässt sich nicht aufbauend auf eine Erzählung und auch nicht unter Verwendung eines Symbols feiern. Dazu ist die Trinitätslehre viel zu abstrakt und unkonkret. Sie hat es eher mit Nachdenklichkeit, gedanklichen Schleifen und auch den Grenzen des Denkens. Und darin liegt auch ihre Stärke und Warnung. So tief Gott durchdacht werden mag, so weit das Gott suchende und begreifende Denken, Ahnen und Fühlen führen mag, Gott ist immer noch anders. Jenseits von Bildern und Begriffen, Bekenntnissen und Dogmen, Lehrgebäuden und freien Phantasien. Buchstaben und Begriffe können viel leisten und nahe bringen, doch das als Gott erfasste wird immer noch alle Grenzen sprengen und überschreiten. Eigentlich sollte das zu einer Demut und Bescheidenheit gegenüber der Aufgabe von Gott zu reden führen. Auch zum Respekt vor anderen Interpretationen und Antworten. Denn die Bühne der letztgültigen Wahrheit und Erkenntnis hat noch keine Zeit und keine Personengruppe gebaut.
Das Video lässt trotz aller Entsetzlichkeit nicht wegschauen. Es zeigt den schwarzen US-Amerikaner George Floyd bei seiner Festnahme in Minneapolis. Er liegt bäuchlings auf dem Boden, seine Handgelenke sind auf dem Rücken gefesselt. Ein übergewichtiger uniformierter weißer Polizist namens Derek Chauvin kniet auf ihm. Fast neun Minuten lang. Ein neuer Autopsiebericht legt nahe, dass der Mann daran erstickt ist. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass der fast neun Minuten dauernde Todeskampf George Floyds nicht zu bemerken war. Und auch nicht, dass keiner der umstehenden Polizisten eingriff. Wieder ein Opfer von Polizeigewalt in den USA. Wieder ein Schwarzer. Seit das Video in Umlauf kam, befinden sich die USA im Protestmodus. Die meisten Demonstrationen und Kundgebungen verlaufen und verliefen friedlich, aber es gab auch gewaltsame Übergriffe, Zerstörungen, Plünderungen, Schüsse auf Polizisten. Besonders nachts, während die Proteste tagsüber gewaltlos verliefen.
Boot Pfingsten
Bildrechte: Klaus Pfaller
Die Vielschichtigkeit der Pfingstgeschichte, wie sie die Bibel (Apostelgeschichte 2) erzählt, berührt und fasziniert. Wie Traumwandler hätten sich die Jüngerinnen und Jünger Jesu durch die Welt der Sprachen mit ihrem Stimmengewirr in Jerusalem bewegt. Das ist doch eigentlich erstaunlich für einfache Fischer ohne Literaturkenntnisse und ohne die Kunst der Rede erlernt zu haben. Noch dazu redeten sie vor vielen Menschen. Wer kann sich das schon zutrauen? Und von der zahlreichen und vielschichtigen Zuhörerschaft pfiff sie keiner aus, ging niemand nach Hause, wechselte aus Langeweile und Ungeduld das Programm, oder konnte sie nicht mehr hören. Gut, es gab auch Spott. Ironische Aufklärung. Sie haben zu viel Wein getrunken. Das kennt man doch. Die Schwellenangst vor großen Reden ist weg. Nur nüchtern bin ich schüchtern, aber betrunken gehen die Worte leicht über die Lippen und die Angst vor der Erwartungshaltung einer großen Hörerschaft hat man regelrecht ertränkt und weggeschwemmt.

Wir freuen uns, dass wir in unserer Kirche sonntags um 9.30 Uhr gemeinsam wieder Gottesdienst feiern dürfen. Sie müssen sich dafür nicht anmelden, es gelten aber besondere Regeln und Vorsichtsmaßnahmen:

•    Bitte tragen Sie eine Schutzmaske (falls Sie keine griffbereit haben, können Sie am Kircheneingang eine Maske entnehmen).

•    Nehmen Sie nur auf den markierten Sitzplätzen Platz, um den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten (diese Regel gilt nicht für Mitglieder eines Haushalts).

Auf Grund der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus müssen immer noch viele Veranstaltungen in unseren Gemeinderäumen entfallen. Die Ausgabe des neuen Gemeindebriefes wird voraussichtlich erst im Juli erfolgen.

Das Pfarrbüro hat eingeschränkte Öffnungszeiten. Sie erreichen uns Montag und Donnerstag, jeweils von 10 bis 12 Uhr, außerdem per eMail pfarramt.philippus.m@elkb.de.