Schöpfung spüren

Wasser
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Die Hände ins Wasser halten.
Den Fluss und die Strömung spüren.
Sich im Licht der Sonne räkeln.
Die Weichheit der Wiese unter den Sohlen spüren.
Mein Gott, wie gut das tut.


Dem Mond ins Gesicht sehen.
Sterne, ganz für sich funkeln lassen.
Dem Regentropfen nachsinnen, der über das Gesicht läuft.
Das Rascheln der Blätter hören.


Wie großartig ist diese Schöpfung.
Wie herrlich das Werk deines Schaffens.
Wie unendlich vielfältig deine Kreativität.


Denke ich noch weiter an die nie aufhörenden Gedanken
im nie versiegenden Strom der Menschheit,
an die Gefühle und Wahrnehmungen der Tiere,
den Flügelschlag der Vögel und Schmetterlinge,
beginne ich zu ahnen, wovon ich spreche,
wenn ich von deiner Schöpfung rede.


Reden genügt nicht. Es bleibt ein blasser Schatten.
Lass mich ankommen bei dir. In dir:
Die Hände ins Wasser halten.
Den Fluss und die Strömung spüren.
Sich im Licht der Sonne räkeln.
Die Weichheit der Wiese unter den Sohlen spüren.
Mein Gott, wie gut das tut.


Klaus Pfaller