Wir freuen uns, dass Sie sich für die Philippusgemeinde München (Chiemgaustr. 7, 81549 München) interessieren. Als Gemeinde am Stadtrand von München sind wir "Tor gen Süden". Sind Sie auf dem Weg in die Berge Richtung Salzburg, kommen Sie doch vorbei. Unsere Kirche ist meistens offen.

Ihr Pfarrer Klaus Pfaller

Eselduo
Bildrechte: Ulli Weißbeck
Vor längerer Zeit machte ein Dokumentarfilm Furore: "Fleisch frisst Menschen". Er belegte den mittlerweile geläufigen Zusammenhang, das besonders in ärmeren Ländern und so genannten Schwellenstaaten gerodet und der Regenwald abgeholzt wird, um Platz für den Anbau von Soja und anderen Futtermitteln zu schaffen, die in den stark Fleisch produzierenden Ländern benötigt werden. Die Zerstörung der Natur, Störung der Klimafaktoren, Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft und Energieaufwand stehen in keinem Verhältnis zum so gewonnenen "Stück Lebenskraft", das dann beispielsweise ganz billig auf deutschen Tellern landen kann. Also von wegen "Lebenskraft" und unbedenklichem Konsum. Lebensraum wird zerstört, Menschen verelenden und die fleischlichen Zutaten fördern vielfach nicht den Gesundheitszustand der Endverbraucher. Deshalb: "Fleisch frisst Menschen"!
Friedhof Ost
Bildrechte: Klaus Pfaller
Die Statuen fallen II Vor etwa einer Woche betraf es die Statuen von Edward Colston und Leopold II., doch es ging weiter. Das Fallen der Statuen. Rainer Maria Rilkes Wort wirkt prophetisch weiter wie eine ganz aktuelle Zeitansage. "Diese Statue/Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen." Mittlerweile wurden in Washington die Statue des Konföderierten-Generals Albert Pike vom Sockel geholt, beschmiert und angezündet. Zudem gab es den Versuch, in unmittelbarer Nähe des "Weißen Hauses" ein Abbild des früheren Präsidenten Andrew Jackson zu zerstören. "Killer", also Mörder, wurde bereits auf den Sockel gesprüht. Andrew Jackson regierte von 1929-1837. Er war Sklavenhalter und für die "Umsiedelung von Ureinwohnern" zugunsten weißer Siedler bekannt. Nach ihm ist auch die Stadt Jacksonville in Florida benannt.
See und Baum
Bildrechte: Klaus Pfaller
Das Reich Gottes, dieses unendliche Zugehen Gottes auf uns, gleicht einem ganzheitlichen Geschehen, in dem ein Mensch zu einer Tafel, einem Fest einlädt. Gemeint ist damit das Leben. Unser Leben ist ein Fest und es ist eine gute Kunst dieses Fest zu feiern. Zu Gemeinschaft, Frieden und Menschlichkeit sind wir eingeladen. Als solche, die dafür prädestiniert und vorbestimmt erscheinen, aber auch als solche, die erst durch die Einladung Jesu aufmerksam werden. Und es ist das menschliche Schicksal, dass wir diese Einladung, auch sehr leichtfertig und unreif, immer wieder ausschlagen. Aber die Tür bleibt offen. Das kann auch mein Leben in seinen sehr unterschiedlichen Zeiten und Phasen betreffen. Auf Zeiten, in denen ich mein Leben annehmen, gerne und befreit leben konnte, folgten andere Zeiten. In ihnen fand ich den Schlüssel, den Zugang zu diesem freudigen, leichten, gelingenden Leben nicht und stand wie vor Mauern und lauter verschlossenen Türen. Aber auch aus Lebensphasen, wo ich der Einladung nicht gefolgt bin, die Tür zum Leben verriegelt fand, oder selbst zugeschlagen habe, kann ich mich immer wieder rufen lassen und kommen. Raum und Gelegenheit sind reichlich vorhanden. Der Gastgeber und Initiator des festlichen Lebens hat nicht beleidigt abgeräumt und die Zugänge verrammelt, weil ich seiner Einladung nicht gefolgt bin. Die Einladung gilt weiterhin. Ich kann sie nicht verlieren wie ein entsprechendes Schreiben, das ich dummerweise verlegt habe.