Wir freuen uns, dass Sie sich für die Philippusgemeinde München (Chiemgaustr. 7, 81549 München) interessieren. Als Gemeinde am Stadtrand von München sind wir "Tor gen Süden". Sind Sie auf dem Weg in die Berge Richtung Salzburg, kommen Sie doch vorbei. Unsere Kirche ist meistens offen.

Ihr Pfarrer Klaus Pfaller

Wilder Kaiser
Bildrechte: Klaus Pfaller
"What a wonderful world" Es stimmt und ich stimme aus vollem Herzen zu: Die Welt ist wunderbar. Vielleicht nicht immer und überall, aber doch in der Summe und Tendenz. Sehr früh hat der Mensch begonnen sich diese Welt und ihre Güter, ausgestattet mit dem religiösen Grundauftrag "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan..." (Gen 1,28), anzueignen und zu nutzen, nur muss er seit geraumer Zeit auch das anhaftende Hinweisschild zur Kenntnis nehmen: "Solange Vorrat reicht!" Die kapitalistische Wirtschaftweise hat dafür gesorgt, dass Ungleichheit bei der Verteilung der Güter ein Strukturprinzip ist, weshalb nur ein kleiner Prozentsatz von Gewinn und Reichtum profitierte. Und wenn manche politischen und wirtschaftlichen Akteure erst heute ihre Zugriffsmöglichkeiten entdecken und entfalten wollen, stehen sie vor Zerstörungen und Leere und müssen lernen: "Bereits vergriffen!"
Als hätte er uns für unser Heute und die "Coronazeit" 2020 einen wichtigen Rat zu geben, schrieb Dietrich Bonhoeffer 1938: "Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen. Gott wird unsere Wege und Pläne immer wieder, ja täglich durchkreuzen." Wer war dieser Dietrich Bonhoeffer? Am 9. April 1945 wurde er im KZ Flossenbürg in der Oberpfalz ermordet. Darum wird heuer auch sein 75. Todestag besonders bedacht. Bonhoeffer wurde gerade einmal 39 Jahre alt. Auf keinen Fall wollte das nationalsozialistische Regime seine Feinde und Gegner das eigene Ende überleben lassen. Vor dem eigenen Fall sollten unbedingt alle fallen und an allen Rache genommen werden, die zuvor als Widerständler auf das Ende des nationalsozialistischen Deutschland hingearbeitet hatten. Bonhoeffer gehörte zum Kreis der "Verschwörer" des 20. Juli 1944 und damit war auch sein Schicksal besiegelt.