Partnerschaft und Eine Welt

weltweite Verbundenheit  unsere Partnerschaft mit der Gemeinde in Njombe (Ostafrika)   (> mehr)

und

fairer Handel  unser Eine-Welt-Laden mit fairgehandelten Produkten aus aller Welt  (> mehr)

 

» Aktuelle Informationen

- nächster Verkauf im Eine-Welt-Laden:  18. August und 15. September

 

Partnerschaftstag

Sonntag, 21. Juli 2019

Am 21. Juli war wieder Njombetag.

 

Ein kleiner Bericht folgt Mitte August.

 


 

 Njombe-Partnerschaft

 

Bildrechte: beim Autor

 

 

 

 

 

 

 

Njombe – das ist eine wachsende Stadt im Süden Tansanias (Ostafrika) mit rund 150.000 Einwohnern.
Mit der evangelischen Gemeinde dort verbindet uns seit rund 50 Jahren eine Partnerschaft.

Unsere Partnergemeinde
•    Zur Gemeinde gehören rund 5.000 Christen. Pfarrer Godiwe leitet die Gemeinde zusammen mit zwei weiteren Pfarrern. Zusätzlich helfen zwei Pfarrer im Ruhestand.
•    Jeden Sonntag gibt es zwei Gottesdienste (um 7 Uhr und um 10 Uhr) und einen Kindergottesdienst, jeden Werktag kommen am Morgen Christen für eine halbstündige Andacht zusammen.
•    Zusätzlich gibt es 5 weitere Predigtstationen. Auch dort wird jeden Sonntag Gottesdiensts gefeiert.
•    Die Gemeinde hat 6 Chöre, die abwechselnd in den Sonntagsgottesdiensten auftreten.
•    Die früheren Sprengel Melinze und Uwemba sind inzwischen eigenständige Gemeinden.

4 Ziele hat diese Partnerschaft:
•    voneinander lernen: Die Partnerschaft gibt die Chance, über den eigenen Tellerrand zu blicken und von den Lebensbedingungen in einem der ärmsten Ländern der Erde zu erfahren.
•    miteinander teilen: Wir unterstützen unsere Partner z.B. mit Geldern für den Kindergarten oder für den Schulbesuch von Waisen.
•    füreinander einstehen: Gerade im Zeichen der Globalisierung ist es gut, wenn Christen zusammenstehen und gemeinam für eine gute Welt eintreten.
•    füreinander beten: Das Gebet gehört wesentlich zur Partnerschaft und schafft Verbindung auch über weite Distanz.

Der Njombe-Tag:
Die Partnerschaft lebt vom gegenseitigen Austausch (zeitgemäß per E-Mail) und regelmäßigen Besuchen. Ein Höhepunkt ist der jährliche Njombe-Tag. Bei diesem Gemeindetag steht die Partnerschaft im Mittelpunkt - bei uns und bei unseren Partnern. Dazu werden Predigtgedanken und Gebetsanliegen ausgetauscht.

 


Eine-Welt-Laden

Wir verkaufen jeden dritten Sonntag im Monat fair gehandelte Waren wie Kaffee und Schokolade.

Fair gehandelt heißt:

  • Den Bauern ist ein Mindestpreis garantiert. Damit hängt ihr Einkommen nicht mehr vom Auf und Ab an der Börse ab.
  • Zusätzlich gibt es Fair-Trade-Aufschläge. Deren Verwendung wie Frauenförderkurse oder Wasserversorgung legt die Kooperative der Bauern selbst fest.
  • Die Abhängigkeit vom Zwischenhandel entfällt und auf Wunsch erhalten die Bauern einen Teil der Ernte vorfinanziert.

Der Faire Handel hilft so, Armut zu überwinden. Faire Preise sind kein Almosen, sondern schaffen Strukturen für einen gerechteren Handel weltweit. Dadurch wird es den Bauern ermöglicht, sich eine menschenwürdige Existenz aufzubauen.
Studien zeigen, dass Fairtrade einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum leistet.

Tragen Sie dazu bei und bevorzugen Sie fair gehandelte Produkte bei Ihrem Einkauf.

Weitere Informationen finden Sie z.B. unter http://www.fairtrade.de.


Rückblick

Partnerschaftsgottesdienst mit Kirchenkaffee

Sonntag, 31. März 2019

Partnerschaftssonntag 2019: Pfr. Kilagwa predigt

„Neema, neema, neema imefunuliwa - die Gnade Gottes ist uns offenbar geworden.“ Dieses tansanische Lied begleitete uns durch den Partnerschaftstag. Unsere Gäste, Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe, gaben den Takt vor. Begeistert sangen alle mit und klatschten dazu.

Im Gottesdienst predigte Pfarrerin Kilagwa über Römer 12: Die Liebe ist das Fundament. Paulus gibt hier ganz praktische Ratschläge dazu. Nach Kräften den Nachbarn zu helfen und die Armen und Schwachen zu unterstützen, darauf kommt es an. So wird die große christliche Gemeinschaft spürbar. So kann Frieden wachsen.

Unsere Gäste arbeiten nun schon rund 4 Jahre als ökumenische Mitarbeiter in Bayern. Beim Kirchenkaffee haben wir viel erfahren, was beiden in Deutschland aufgefallen ist:

  • Vorbildlich ist unser Sozialsystem. Ob krank oder alt oder arm, es gibt Hilfe vom Staat oder von der Diakonie. Das ist nicht selbstverständlich.
  • Unser Verkehrssystem ist weit ausgebaut. Die Autostraßen sind gut und groß und der öffentliche Verkehr mit Zug und Bus bietet ein breites Angebot.
  • Unser Leben richtet sich sehr nach der Uhr. Wir haben viele Termine, die pünktlich eingehalten werden müssen.

Auch im kirchlichen Leben gibt es Unterschiede:

  • Sonntag ist für die Christen Tag des Herrn. Da nimmt man sich in Tansania Zeit für den Gottesdienst, der daher auch zwei Stunden oder mehr dauern darf.
  • Dabei wird viel gesungen: Zusätzlich zu den Gemeindeliedern singen in Njombe in jedem Gottesdienst 3 Chöre.
  • Eine Besonderheit in Deutschland sind die Tauf- und Konfirmandensprüche. Die gibt es so in Tansania nicht, sind aber für uns hier eine Bereicherung.

Ein weiteres Thema war die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Hier hat sich nicht nur in Deutschland viel verändert.

  • Heute ist in Tansania der Schulbesuch auch von Mädchen selbstverständlich, es gibt sogar eigene Gymnasien nur für sie.
  • Und wie das Beispiel von Pfarrerin Kilagwas Lebenslauf zeigt, ist nun auch nach der Heirat eine Weiterbildung z.B. zur Pfarrerin möglich.
  • Auch in der Politik ist die Gleichberechtigung spürbar; viele Abgeordnete in Tansania sind Frauen und eine Frau ist stellvertretende Präsidentin.