Partnerschaft und Eine Welt

Kirche in Njombe

Unsere Partnerschaft mit Njombe

Seit über 50 Jahren verbindet eine Partnerschaft die Philippuskirche mit der Gemeinde in Njombe (Tansania/Ostafrika). So wird weltweite Ökumene erlebbar.

Mehr zu unserer Partnerschaft: hier klicken
Aktuelle Informationen (siehe unten):
  • Bericht vom Njombetag 2021
    mit aktuellen Informationen
  • Neue Präsidentin im Amt
  • Gebet verbindet
  • Corona in Tansania
Unser Laden

 

EineWelt-Laden in Philippus

Fair gehandelte Waren aus aller Welt gibt es auch in Philippus, in der Regel am dritten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst. Denn fairer Handel ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Mehr über den fairen Handel: hier klicken

Nächster EineWelt-Verkauf in Philippus:
Sonntag 17. Oktober

Bitte achten Sie darauf, dass sich im Ladenbereich immer nur ein Kunde befindet. So halten wir ausreichend Abstand. Danke!

 

 

Aktuelle Informationen

  • Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
  • Bericht vom Njombetag am 18. Juli 2021
  • Neue Präsidentin im Amt
  • Corona in Tansania
  • Gebet verbindet

Njombe Bau Sommer 2021
Bau Sommer 2021

Bauprojekt der Gemeinde in Njombe

Unsere Partnergemeinde baut ein großes Büro- und Gästehaus.

Damit will die Gemeinde eine Einnahmequelle für die Zukunft schaffen.
Mit viel Engagement der Christen dort schreitet der Bau voran.
Auch unsere Spenden helfen mit.

Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Bau Sommer 2019

Njombe-Tag 2021

am 18. Juli

M. Binder beim Bericht über Aktuelles aus Tansania

Wie jedes Jahr stand die Partnerschaft im Mittelpunkt des Tages. Die Kirche war passend geschmückt und der Gottesdienst auf die Partnerschaft ausgerichtet. Herr Binder berichtete vom reibungslosen Machtwechsel an eine Frau in das Amt der Staatspräsidentin, von ihrer neuen Politik in Sachen Meinungsfreiheit und Coronavorsorge und über Aktuelles aus der Partnergemeinde. Den ganzen Bericht können Sie hier (mit diesem Link) nachlesen.

Dazwischen gab es als kleinen Gruß aus Njombe Musik, aufgenommen beim dortigen Sonntagsgottesdienst am 4.7. Einen Link auf das Video finden Sie am Ende des Artikels.

Zugleich verabschiedeten wir an diesem Tag Frau Valentina Hettich in den Ruhestand. Frau Hettich hat sich mehr als 25 Jahre bestens um Kirche und Räume in Philippus gekümmert, sie war und ist ein Teil unserer Gemeinde.

Gerne blieben wir nach dem Gottesdienst noch ein wenig im Atrium beisammen. Dabei konnte man auch etwas von der ersten in Ghana hergestellten und bei uns verkäuflichen Schokolade kosten.

Es war ein gelungener Tag!

Gruß aus Njombe: Musik, aufgenommen beim dortigen Sonntagsgottesdienst am 4.7.

 

Neue Präsidentin im Amt

Präsidentin Hassan

Tansanias Präsident John Magufuli ist am 17. März in einem Krankenhaus in Daressalam an einem Herzleiden verstorben. Er regierte Tansania seit 2015 und wurde erst im Herbst letzten Jahres wiedergewählt. Viele Tansanier schätzen ihn. Zwar wurde unter ihm die Meinungsfreiheit im Land spürbar eingeschränkt, auch seine Corona-Politik fand viel Kritik in Europa. Andererseits hat er zahlreiche Missstände beseitigt und die wirtschaftliche Entwicklung Tansanias stark vorangebracht. Das brachte ihm viel Anerkennung.
Magufuli war bei vielen Tansaniern sehr beliebt. "We liked Magufuli for many things, especially his Vision as Tanzanian", schrieb uns Dekan Mwambenengo.

Entsprechend der tansanischen Verfassung übernahm die bisherige Vizepräsidentin Frau Samia Suluhu Hassan das Amt des Präsidenten. Sie ist damit die zweite Frau an der Spitze eines afrikansischen Staates.

Frau Hassan wurde 1960 auf Sansibar geboren  und arbeitete länger beim Welternährungsprogramm. Erst seit dem Jahr 2000 engagiert sie sich politisch, unter anderem im Ausschuss für die neue Verfassung.

Unter ihrer Leitung könnte in einigen Punkten ein Kurswechsel erfolgen. So will Hassan Einschränkungen der Pressefreiheit aufheben.
Und anders als unter ihrem Vorgänger hat Tansania nun (Stand August 21) mit Corona-Impfungen begonnen.

 

Corona-Virus in Tansania

Von der ersten Welle im Frühjahr letzten Jahres war Tansania wenig betroffen. Noch im Januar diesen Jahres schien Corona kein spürbares Problem dort. Dann aber kam eine zweite Welle.

Auch die Region unserer Partner war betroffen. Von Dr. Kronenberg, Mitarbeiter im dortigen kirchlichen Krankenhaus Ilembula, erfuhren wir, dass dort nun viele Patienten mit Lungenproblemen behandelt werden. Problematisch ist die Situation für die Mitarbeiter, die keine Schutzmöglichkeiten haben. Mission EineWelt bemühte sich Schutzmittel für die Krankenhäuser unter kirchlicher Leitung zu bekommen.

Über die aktuelle Situation (August 2021) ist wenig bekannt. Man hört nichts von größeren Ausbrüchen der Epidemie.
Unabhängig davon hat die Regierung beschlossen, sich dem Impfprogramm der WHO anzuschließen und mit den Impfungen im Land zu beginnen. Dabei ist Tansania auf internationale Hilfe für den Kauf von Impfstoff angewiesen.

Ausführlichere Informationen und Links über die Epidemie in Tansania finden Sie auf der Homepage der Münchner Tansaniapartnerschaften https://www.partnerschaft-tansania-muenchen.de.

 

Gebet verbindet

Unsere Partner wissen von unseren großen Problemen bedingt durch Corona und beten für uns. 

Njombetag 2018

Zum Beispiel schreibt Pfr. Mhema (unser Gast in 2018 und 2019):  "I greet you in the name of Jesus Christ our Lord. How are you all in German? We pray for you and your country concerning the Covid -19 problem in order to be rescued by God. Jesus has told us  to pray  for each other through him. The message from the Bible is telling us,  'Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde im Sohn. Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun' (Johannes 14,13-14). Jesus is not sleeping. He is  on work every day . Because of that, he will rescue us."  
Übersetzt: Ich grüße euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Wie geht es euch in Deutschland? Wir beten für euch und euer Land angesichts der Probleme mit Covid-19 um Gottes Hilfe. Die Bibel verspricht: "Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde im Sohn. Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun" (Johannes 14,13-14). Jesus schläft nicht. Er arbeitet jeden Tag. Daher wird er uns retten.  

 


 

Rückblick

Njombetag 2020 am 19. Juli

 

geschmückte Kirche mit Parament aus Tansania

Trotz Coronoa - unser Njombetag fand statt!

Zwar mussten die Begegnung im Gemeindesaal und das gemeinsame Essen entfallen. Aber das Wichtigste – Gemeinschaft spüren und aktuelle Informationen hören, das blieb. Denn der Gottesdienst stand diesmal ganz im Mittelpunkt.

Die Kirche wurde besonders geschmückt, mit tansanischen Stoffen an den Säulen, vielen Bildern von unseren Partnern an den Wänden und Schnitzereien aus Tansania auf dem Altar und Taufstein. Übrigens, das aufgelegte Parament war ein Geschenk des Dekanats Njombe, vom ehemaligen Dekan Pfr. Myamba selbst genäht.

Alle Teile des Gottesdienstes standen ganz im Zeichen der Partnerschaft:
- Der Chor sang im Eingangsteil ein Kyrie aus Tansania. Und zwei Gemeindelieder (Lied 116 und 565 aus unserem Gesangbuch) stammen aus Tansania.
- Pfr. Pfaller predigte über die Aussendung der Jünger in alle Welt. Das ist die Grundlage der weltweiten christlichen Gemeinschaft.
- Im zweiten Teil informierte Herr Binder über die Auswirkungen von Corona auf Tansania. Erfreulicherweise ist dort (noch?) keine große Welle der Epidemie angekommen (hier der ganze Text).
- Die besonderen Nöte unserer Partner griffen wir in den Fürbitten auf.
- Dazwischen gab es neben Orgelmeditationen Musik vom Chor in Njombe (dank einer CD).

Es war ein großer Gottesdienst!
Es ist gut, gerade bei weltumspannenden Krisen die weltweite christliche Gemeinschaft zu spüren und die Partnerschaft lebendig zu halten.

Bei unseren Partnern in Tansania

Eine kleine Reisegruppe des Prodekanats München-Süd besuchte unsere Partner in Tansania. Eine Woche war ich mit dabei. Es war eine bereichernde Zeit, so viel habe ich gesehen und erlebt! Natürlich besuchte ich auch unsere Partnergemeinde in Njombe. Ich traf mich mit den Mitarbeitern und wir waren im Gottesdienst mit dabei. Ich besuchte die Predigtstationen der Gemeinde, ich war im Kindergarten dort und ich sah viel von der Stadt. Stolz wurde mir das große Projekt der Gemeinde gezeigt: der Bau eines mehrstöckigen Gäste- und Bürogebäudes. Mit dem Erlös aus den künftigen Mieteinnahmen will sich die Gemeinde neue Einnahmen erschließen.

Mehr lesen Sie in meinem ausführlichen Reisebericht.

 

 

Weitere Reiseberichte finden Sie auf der Homepage der Münchner Tansaniapartnerschaften unter Mü-Süd / Begegnungen: Link

 

Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Markt in Njombe
Markt in Njombe

 

Partnerschaftstag

Sonntag, 21. Juli 2019

Am 21. Juli war wieder Njombetag.

 

 

Im März hatten wir bereits einen Partnerschaftsgottesdienst mit Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe (siehe unten). Das hielt uns nicht ab, im Juli wie üblich den Njombetag zu feiern.

Thema nach dem Gottesdienst war die deutsche Kolonialgeschichte in Ostafrika: Ausgelöst durch die Aktivitäten der privaten „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft Carl Petersen und Genossen“ wurde Ostafrika eine deutsche Kronkolonie.

Man wollte wertvolle Rohstoffe ausbeuten, man trug aber auch zur Abschaffung der Sklaverei bei und entwickelte die Infrastruktur. Und man wollte vermeintlich unterentwickelten Völkern Kultur bringen und die Überlegenheit der deutschen Zucht und Ordnung zeigen.
Dabei gab es in Tansania auch bevor die Deutschen kamen, ein funktionierendes Gemeinwesen. Die ersten Missionare waren beeindruckt vom wohl geordneten Leben in den Dörfern dort.
Deutschland regierte die Kolonie wie damals üblich mit Härte. Eine besondere Rolle hatte Carl Peters. Er gründete die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft und wurde 1891 zum Reichskommissar für das Kilimandscharogebiet ernannt. Seine Amtsführung war durch Grausamkeit gegenüber den Landesbewohnern gekennzeichnet.

Strittig war die Rolle der Kirche: Soll die Kirche eigenständig bleiben oder den deutschen Kolonialismus fördern? Hier gab es heftige Auseinandersetzungen. Neue Missionsgesellschaften, die eng mit der kolonialen Bewegung verbunden waren, wurden gegründet.
Vor Ort waren es die Kirchen, die die Menschen als Menschen annahmen. So lernten die Missionare ihre Sprache und Kultur.

1905 führte die Kolonialverwaltung neue Steuern ein. Das führte zum einem Aufstand der Bevölkerung. Es folgte eines der grausamsten Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Ein kleiner Filmbericht erläuterte das Geschehen: Die verschiedenen Stämme Tansanias vereinigten sich, ein Priester versprach Schutz vor den Gewehrkugeln durch heiliges Wasser, in Suaheli maji genannt. Es kam zum maji-maji-Aufstand im Süden des Landes. Auch die Region Njombe war betroffen. Auf die Guerilla-Taktik der Widerstandskämpfer antworteten die deutschen Truppen mit einer Strategie der verbrannten Erde. Sie zerstörten Felder und Brunnen, brannten Siedlungen nieder und vernichteten Vorräte. Fachleute schätzen, dass 1/3 der damaligen Bevölkerung dabei ums Leben kam.
Wer mehr dazu lesen will, findet ausführlichere Informationen z.B. auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/209829/1905-der-maji-maji-aufstand.

Heute dürfen wir mit den Christen Tansanias partnerschaftlich verbunden sein. Das ist wunderbar.

Ein kleiner Film zeigte dann auch das Leben von Sängern aus zwei Chören in Tansania und bot so einen kleinen Einblick in deren Alltag und deren Glauben.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen zusammen mit der Peace-Church schloss der Tag.

Partnerschaftsgottesdienst mit Kirchenkaffee

Sonntag, 31. März 2019

Partnerschaftssonntag 2019: Pfr. Kilagwa predigt

„Neema, neema, neema imefunuliwa - die Gnade Gottes ist uns offenbar geworden.“ Dieses tansanische Lied begleitete uns durch den Partnerschaftstag. Unsere Gäste, Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe, gaben den Takt vor. Begeistert sangen alle mit und klatschten dazu.

Im Gottesdienst predigte Pfarrerin Kilagwa über Römer 12: Die Liebe ist das Fundament. Paulus gibt hier ganz praktische Ratschläge dazu. Nach Kräften den Nachbarn zu helfen und die Armen und Schwachen zu unterstützen, darauf kommt es an. So wird die große christliche Gemeinschaft spürbar. So kann Frieden wachsen.

Unsere Gäste arbeiten nun schon rund 4 Jahre als ökumenische Mitarbeiter in Bayern. Beim Kirchenkaffee haben wir viel erfahren, was beiden in Deutschland aufgefallen ist:

  • Vorbildlich ist unser Sozialsystem. Ob krank oder alt oder arm, es gibt Hilfe vom Staat oder von der Diakonie. Das ist nicht selbstverständlich.
  • Unser Verkehrssystem ist weit ausgebaut. Die Autostraßen sind gut und groß und der öffentliche Verkehr mit Zug und Bus bietet ein breites Angebot.
  • Unser Leben richtet sich sehr nach der Uhr. Wir haben viele Termine, die pünktlich eingehalten werden müssen.

Auch im kirchlichen Leben gibt es Unterschiede:

  • Sonntag ist für die Christen Tag des Herrn. Da nimmt man sich in Tansania Zeit für den Gottesdienst, der daher auch zwei Stunden oder mehr dauern darf.
  • Dabei wird viel gesungen: Zusätzlich zu den Gemeindeliedern singen in Njombe in jedem Gottesdienst 3 Chöre.
  • Eine Besonderheit in Deutschland sind die Tauf- und Konfirmandensprüche. Die gibt es so in Tansania nicht, sind aber für uns hier eine Bereicherung.

Ein weiteres Thema war die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Hier hat sich nicht nur in Deutschland viel verändert.

  • Heute ist in Tansania der Schulbesuch auch von Mädchen selbstverständlich, es gibt sogar eigene Gymnasien nur für sie.
  • Und wie das Beispiel von Pfarrerin Kilagwas Lebenslauf zeigt, ist nun auch nach der Heirat eine Weiterbildung z.B. zur Pfarrerin möglich.
  • Auch in der Politik ist die Gleichberechtigung spürbar; viele Abgeordnete in Tansania sind Frauen und eine Frau ist stellvertretende Präsidentin.