Partnerschaft und Eine Welt

Kirche in Njombe

Unsere Partnerschaft mit Njombe

Seit über 50 Jahren verbindet eine Partnerschaft die Philippuskirche mit der Gemeinde in Njombe (Tansania/Ostafrika). So wird weltweite Ökumene erlebbar.

Mehr zu unserer Partnerschaft: hier klicken
Aktuelle Informationen (siehe unten):
  • Njombetag 2022
  • Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Unser Laden

 

EineWelt-Laden in Philippus

Fair gehandelte Waren aus aller Welt gibt es auch in Philippus, in der Regel am dritten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst. Denn fairer Handel ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Mehr über den fairen Handel: hier klicken

Nächster EineWelt-Verkauf in Philippus:
Sonntag, 16. Oktober und 20. November

 

Aktuelle Informationen

Njombe Bau Sommer 2021
Bau Sommer 2021

Bauprojekt der Gemeinde in Njombe

Unsere Partnergemeinde baut ein großes Büro- und Gästehaus.

Damit will die Gemeinde eine Einnahmequelle für die Zukunft schaffen.
Mit viel Engagement der Christen dort schreitet der Bau voran.
Auch unsere Spenden helfen mit.

Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Bau Sommer 2019

 


 

Rückblick

M. Binder beim Vortrag

Njombetag 2022

am 24. Juli

Im Zentrum des Tages stand der Partnerschaftsgottesdienst zum Thema Vielfalt und Unterschiedlichkeit.

Beispiele aus Tansania zeigen, wo man dort anders denkt als hier und warum dies nicht unbedingt falsch ist.

Musikalisch bereichert wurde der Gottesdienst vom Chor canta libera.

Anschließend gab es einen großen Kirchenkaffee mit
•    Tansania-Quiz für Jung und Alt
•    Videoclips aus unserer Partnergemeinde

 

Njombe-Tag 2021

am 18. Juli

M. Binder beim Bericht über Aktuelles aus Tansania

Wie jedes Jahr stand die Partnerschaft im Mittelpunkt des Tages. Die Kirche war passend geschmückt und der Gottesdienst auf die Partnerschaft ausgerichtet. Herr Binder berichtete vom reibungslosen Machtwechsel an eine Frau in das Amt der Staatspräsidentin, von ihrer neuen Politik in Sachen Meinungsfreiheit und Coronavorsorge und über Aktuelles aus der Partnergemeinde. Den ganzen Bericht können Sie hier (mit diesem Link) nachlesen.

Dazwischen gab es als kleinen Gruß aus Njombe Musik, aufgenommen beim dortigen Sonntagsgottesdienst am 4.7. Einen Link auf das Video finden Sie am Ende des Artikels.

Zugleich verabschiedeten wir an diesem Tag Frau Valentina Hettich in den Ruhestand. Frau Hettich hat sich mehr als 25 Jahre bestens um Kirche und Räume in Philippus gekümmert, sie war und ist ein Teil unserer Gemeinde.

Gerne blieben wir nach dem Gottesdienst noch ein wenig im Atrium beisammen. Dabei konnte man auch etwas von der ersten in Ghana hergestellten und bei uns verkäuflichen Schokolade kosten.

Es war ein gelungener Tag!

Gruß aus Njombe: Musik, aufgenommen beim dortigen Sonntagsgottesdienst am 4.7.

Njombetag 2020 am 19. Juli

 

geschmückte Kirche mit Parament aus Tansania

Trotz Coronoa - unser Njombetag fand statt!

Zwar mussten die Begegnung im Gemeindesaal und das gemeinsame Essen entfallen. Aber das Wichtigste – Gemeinschaft spüren und aktuelle Informationen hören, das blieb. Denn der Gottesdienst stand diesmal ganz im Mittelpunkt.

Die Kirche wurde besonders geschmückt, mit tansanischen Stoffen an den Säulen, vielen Bildern von unseren Partnern an den Wänden und Schnitzereien aus Tansania auf dem Altar und Taufstein. Übrigens, das aufgelegte Parament war ein Geschenk des Dekanats Njombe, vom ehemaligen Dekan Pfr. Myamba selbst genäht.

Alle Teile des Gottesdienstes standen ganz im Zeichen der Partnerschaft:
- Der Chor sang im Eingangsteil ein Kyrie aus Tansania. Und zwei Gemeindelieder (Lied 116 und 565 aus unserem Gesangbuch) stammen aus Tansania.
- Pfr. Pfaller predigte über die Aussendung der Jünger in alle Welt. Das ist die Grundlage der weltweiten christlichen Gemeinschaft.
- Im zweiten Teil informierte Herr Binder über die Auswirkungen von Corona auf Tansania. Erfreulicherweise ist dort (noch?) keine große Welle der Epidemie angekommen (hier der ganze Text).
- Die besonderen Nöte unserer Partner griffen wir in den Fürbitten auf.
- Dazwischen gab es neben Orgelmeditationen Musik vom Chor in Njombe (dank einer CD).

Es war ein großer Gottesdienst!
Es ist gut, gerade bei weltumspannenden Krisen die weltweite christliche Gemeinschaft zu spüren und die Partnerschaft lebendig zu halten.

Bei unseren Partnern in Tansania

Eine kleine Reisegruppe des Prodekanats München-Süd besuchte unsere Partner in Tansania. Eine Woche war ich mit dabei. Es war eine bereichernde Zeit, so viel habe ich gesehen und erlebt! Natürlich besuchte ich auch unsere Partnergemeinde in Njombe. Ich traf mich mit den Mitarbeitern und wir waren im Gottesdienst mit dabei. Ich besuchte die Predigtstationen der Gemeinde, ich war im Kindergarten dort und ich sah viel von der Stadt. Stolz wurde mir das große Projekt der Gemeinde gezeigt: der Bau eines mehrstöckigen Gäste- und Bürogebäudes. Mit dem Erlös aus den künftigen Mieteinnahmen will sich die Gemeinde neue Einnahmen erschließen.

Mehr lesen Sie in meinem ausführlichen Reisebericht.

 

 

Weitere Reiseberichte finden Sie auf der Homepage der Münchner Tansaniapartnerschaften unter Mü-Süd / Begegnungen: Link

 

Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Kirche in Njombe
Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Bauprojekt der Gemeinde in Njombe
Markt in Njombe
Markt in Njombe

 

Partnerschaftstag

Sonntag, 21. Juli 2019

Am 21. Juli war wieder Njombetag.

 

 

Im März hatten wir bereits einen Partnerschaftsgottesdienst mit Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe (siehe unten). Das hielt uns nicht ab, im Juli wie üblich den Njombetag zu feiern.

Thema nach dem Gottesdienst war die deutsche Kolonialgeschichte in Ostafrika: Ausgelöst durch die Aktivitäten der privaten „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft Carl Petersen und Genossen“ wurde Ostafrika eine deutsche Kronkolonie.

Man wollte wertvolle Rohstoffe ausbeuten, man trug aber auch zur Abschaffung der Sklaverei bei und entwickelte die Infrastruktur. Und man wollte vermeintlich unterentwickelten Völkern Kultur bringen und die Überlegenheit der deutschen Zucht und Ordnung zeigen.
Dabei gab es in Tansania auch bevor die Deutschen kamen, ein funktionierendes Gemeinwesen. Die ersten Missionare waren beeindruckt vom wohl geordneten Leben in den Dörfern dort.
Deutschland regierte die Kolonie wie damals üblich mit Härte. Eine besondere Rolle hatte Carl Peters. Er gründete die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft und wurde 1891 zum Reichskommissar für das Kilimandscharogebiet ernannt. Seine Amtsführung war durch Grausamkeit gegenüber den Landesbewohnern gekennzeichnet.

Strittig war die Rolle der Kirche: Soll die Kirche eigenständig bleiben oder den deutschen Kolonialismus fördern? Hier gab es heftige Auseinandersetzungen. Neue Missionsgesellschaften, die eng mit der kolonialen Bewegung verbunden waren, wurden gegründet.
Vor Ort waren es die Kirchen, die die Menschen als Menschen annahmen. So lernten die Missionare ihre Sprache und Kultur.

1905 führte die Kolonialverwaltung neue Steuern ein. Das führte zum einem Aufstand der Bevölkerung. Es folgte eines der grausamsten Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Ein kleiner Filmbericht erläuterte das Geschehen: Die verschiedenen Stämme Tansanias vereinigten sich, ein Priester versprach Schutz vor den Gewehrkugeln durch heiliges Wasser, in Suaheli maji genannt. Es kam zum maji-maji-Aufstand im Süden des Landes. Auch die Region Njombe war betroffen. Auf die Guerilla-Taktik der Widerstandskämpfer antworteten die deutschen Truppen mit einer Strategie der verbrannten Erde. Sie zerstörten Felder und Brunnen, brannten Siedlungen nieder und vernichteten Vorräte. Fachleute schätzen, dass 1/3 der damaligen Bevölkerung dabei ums Leben kam.
Wer mehr dazu lesen will, findet ausführlichere Informationen z.B. auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/209829/1905-der-maji-maji-aufstand.

Heute dürfen wir mit den Christen Tansanias partnerschaftlich verbunden sein. Das ist wunderbar.

Ein kleiner Film zeigte dann auch das Leben von Sängern aus zwei Chören in Tansania und bot so einen kleinen Einblick in deren Alltag und deren Glauben.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen zusammen mit der Peace-Church schloss der Tag.

Partnerschaftsgottesdienst mit Kirchenkaffee

Sonntag, 31. März 2019

Partnerschaftssonntag 2019: Pfr. Kilagwa predigt

„Neema, neema, neema imefunuliwa - die Gnade Gottes ist uns offenbar geworden.“ Dieses tansanische Lied begleitete uns durch den Partnerschaftstag. Unsere Gäste, Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe, gaben den Takt vor. Begeistert sangen alle mit und klatschten dazu.

Im Gottesdienst predigte Pfarrerin Kilagwa über Römer 12: Die Liebe ist das Fundament. Paulus gibt hier ganz praktische Ratschläge dazu. Nach Kräften den Nachbarn zu helfen und die Armen und Schwachen zu unterstützen, darauf kommt es an. So wird die große christliche Gemeinschaft spürbar. So kann Frieden wachsen.

Unsere Gäste arbeiten nun schon rund 4 Jahre als ökumenische Mitarbeiter in Bayern. Beim Kirchenkaffee haben wir viel erfahren, was beiden in Deutschland aufgefallen ist:

  • Vorbildlich ist unser Sozialsystem. Ob krank oder alt oder arm, es gibt Hilfe vom Staat oder von der Diakonie. Das ist nicht selbstverständlich.
  • Unser Verkehrssystem ist weit ausgebaut. Die Autostraßen sind gut und groß und der öffentliche Verkehr mit Zug und Bus bietet ein breites Angebot.
  • Unser Leben richtet sich sehr nach der Uhr. Wir haben viele Termine, die pünktlich eingehalten werden müssen.

Auch im kirchlichen Leben gibt es Unterschiede:

  • Sonntag ist für die Christen Tag des Herrn. Da nimmt man sich in Tansania Zeit für den Gottesdienst, der daher auch zwei Stunden oder mehr dauern darf.
  • Dabei wird viel gesungen: Zusätzlich zu den Gemeindeliedern singen in Njombe in jedem Gottesdienst 3 Chöre.
  • Eine Besonderheit in Deutschland sind die Tauf- und Konfirmandensprüche. Die gibt es so in Tansania nicht, sind aber für uns hier eine Bereicherung.

Ein weiteres Thema war die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Hier hat sich nicht nur in Deutschland viel verändert.

  • Heute ist in Tansania der Schulbesuch auch von Mädchen selbstverständlich, es gibt sogar eigene Gymnasien nur für sie.
  • Und wie das Beispiel von Pfarrerin Kilagwas Lebenslauf zeigt, ist nun auch nach der Heirat eine Weiterbildung z.B. zur Pfarrerin möglich.
  • Auch in der Politik ist die Gleichberechtigung spürbar; viele Abgeordnete in Tansania sind Frauen und eine Frau ist stellvertretende Präsidentin.